Deutsche Jugendleistungsspange

Deutsche Jugendleistungsspange 2015

Gruppenbild der Teilnehmer
Jesserndorf / Unterpreppach bei der Schnelligkeitsübung
Ermershausen/Hofheim bei der Schnelligkeitsübung
Eltmann beim Kugelstoßen
Eltmann beim Staffellauf
Prappach / Maroldsweisach beim Löschangriff
Jesserndorf / Unterpreppach bei der Schnelligkeitsübung "lange Schlauchleitung"
Eltmann (mit Ortsteilen) bei der Schnelligkeitsübung "lange Schlauchleitung"
Ermershausen / Hofheim beim Löschangriff
Die Gruppe Ermershausen / Hofheim beim Löschangriff
Teilnehmer mit Schiedsrichtern und Betreuern
 

Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr stellt das höchste Abzeichen dar was ein Jugendlicher in seiner Laufbahn in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Sie wird verliehen wenn eine Gruppe zeigt, dass sie in fünf Bereichen körperlich und geistig den Anforderungen gewachsen ist.

Zu dieser Herausforderung traten am Sonntag, den 18.10.2015 insgesamt 36 Jugendliche aus dem Haßbergkreis in Königsberg am Sportgelände an. Dieses Abzeichen kann nur auf Kreisebene und unter Aufsicht eines speziellen Abnahmeberechtigten durchgeführt werden. Deshalb ist eigens dafür Günther Rupkalvis aus Veitshöchheim als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes Unterfranken erschienen. Zusammen mit den vier Kreisbrandinspektoren, einigen Kreisbrandmeistern und weiteren Schiedsrichtern führte er die Abnahme durch.

Schon in der Vorbereitung war einiges an Organisation gefragt. Alle Aufgaben müssen in Gruppen mit jeweils neun Teilnehmern bewältigt werden. Da nicht jede Jugendfeuerwehr neun eigene Teilnehmer stellen konnte, wurden insgesamt vier gemischte Gruppen aus sieben Jugendfeuerwehren gebildet. Um gemeinsam üben zu können mussten einige Termine gefunden werden.

Gefordert waren die Jugendlichen in insgesamt fünf Disziplinen, sowohl aus dem feuerwehrtechnischen als auch dem sportlichen Bereich. Ausschlaggebend war immer die Gruppenleistung. So zählte beim Kugelstoßen die Gesamtweite aller Teilnehmer und auch beim Staffellauf über 1500 Meter ging es nur um die Gesamtzeit. Bei der Schnelligkeitsübung war eine lange Schlauchleitung bestehend aus 8 C-Schläuchen frei von Verdrehungen in knapp bemessener Zeit zu verlegen. Ohne Zeitdruck war der Aufbau eines Standardlöschangriffes durchzuführen. Hier wurde vor allem Wert auf fehlerfreie und saubere Arbeit gelegt. Die letzte Disziplin bildete die Beantwortung von Testfragen. Diese waren aber nicht nur auf die Feuerwehr beschränkt sondern gingen auch in die Bereiche Politik und Gesellschaft. Ein weiterer, ganz wichtiger Bewertungspunkt, war noch der Gesamteindruck den die Gruppen während der Abnahme machten.

Abschließend konnten die Teilnehmer aus den Jugendfeuerwehren Jesserndorf, Unterpreppach, Ermershausen, Markt Maroldsweisach, Hofheim, Prappach und Eltmann (mit Ortsteilen) von Günther Rupkalvis die begehrten Abzeichen in Empfang nehmen. Rupkalvis betonte die hervorragende Leistung die trotz widriger Wetterumstände von allen Teilnehmern abgelegt wurde und überbrachte auch die Glückwünsche der Jugendfeuerwehr Unterfranken. Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines freute sich über den reibungslosen Ablauf und dankte der Feuerwehr Königsberg für die Unterstützung bei der Ausrichtung. Sein weiterer Dank galt den Schiedsrichtern und vor allem dem Platzwart des TV Königsberg. In Vertretung vom Kreisbrandrat dankte KBI Peter Pfaff im Namen der Kreisbrandinspektion den Jugendlichen für ihr Engagement. Alle Teilnehmer, aber auch ihre Heimatfeuerwehren können stolz sein über die heute erbrachten Leistungen. Er hob vor allem die gemeinsamen Übungen im Vorfeld hervor, denn im späteren Feuerwehrdienst können größere Schadenslagen nur durch gemeinsames Handeln mehrerer Wehren bewältigt werden.

Text: Andreas Franz; Bilder: Johannes Schobig, Frank Kimmel

Abnahme der deutschen Jugendleistungsspange in Königsberg vom 05.05.2013

Bericht Stefan Lang, Bilder Rudi Hauck und Birgit Wilk

Sechs Jugendfeuerwehren trafen sich am Sonntagmorgen, den 05.05.2013, in Königsberg auf dem Sportgelände zur Abnahme der deutschen Jugend-leistungsspange.

50 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Eltmann, Hofheim, Hofstetten, Knetzgau, Neubrunn und Sand stellten sich diesem Leistungstest, der von der Kreisjugendfeuerwehr alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Orientierungsfahrt, abgehalten wird.

Die deutsche Jugendleistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen, das die Deutsche Jugendfeuerwehr verleiht.

Voraussetzung für die Abnahme der Leistungsspange ist die mindestens einjährige Zugehörigkeit zu einer Jugendfeuerwehrgruppe und dass er/sie im Jahr der Abnahme mindestens 15, maximal 18 Jahre alt ist.

 

Die Prüfung selbst besteht aus fünf Teilen. Der Schnelligkeitsübung, dem Löschaufbau, der Beantwortung von Fragen, dem Kugelstoßen und dem Staffellauf. Die Übungen sind keine Einzelübungen, sondern sind in der Gruppe abzulegen.

 

Die Schnelligkeitsübung ist bestanden, wenn die Gruppe 8 C-Schläuche, insgesamt 120 m Schlauch, verdrehungsfrei in einer Mindestzeit von 75 Sekunden verlegen kann. Dieser Teil ist aus Sicht vieler Teilnehmer der schwierigste Punkt der ganzen Abnahme. Nur durch ausgiebiges Üben kann dies eine Gruppe erreichen. Im Einsatz ist die Fähigkeit Schläuche drallfrei zu verlegen aus Gründen der Unfallverhütung wichtig. Bei einem drallfrei verlegtem Schlauch ist die Gefahr, dass miteinander gekuppelte Schläuche sich unter der Belastung mit Wasser wieder lösen und mit Ihren Kupplungen durch den Wasserdruck gefährlich um sich schlagen, wesentlich verringert.

 

Für das Vortragen eines Löschangriffs nach der Feuerwehrdienstvorschrift 4 (FwDV 4) gibt es keine zeitliche Beschränkung. Ist der Schnelligkeitstest für viele Teilnehmer der schwierigste Teil der Abnahme, so stellt das Vortragen eines Löschangriffes nach der FwDV 4 den wichtigsten Teil der Abnahme dar und unterstreicht damit den Praxisbezug dieses Leistungstests. Bei der Beurteilung dieser Übung durch die Schiedsrichter wird Wert auf einen zügigen und fehlerfreien Aufbau gelegt. Theoretisch muss es möglich sein, dass von der Wasserentnahme, über die Weiterleitung des durch die Feuerwehrpumpe geförderten Wassers, das Löschwasser über 3 C-Strahlrohre auch abgegeben werden könnte.

 

Mit der nichtöffentlichen Fragerunde an die Gruppe, wird das Wissen der Gruppe um Organisation, Ausrüstung und Gerätschaften der Feuerwehren, sowie den Löschmitteln, den Löschverfahren, den Unfallverhütungsmaßnahmen und Allgemeinwissen aus Gesellschaft und Politik geprüft.

 

Die Sportübungen Kugelstoßen und Staffellauf schließen die Jugendleistungsprüfung ab. Beim Kugelstoßen muss durch die Gruppe mindestens eine Gesamtweite von 55 m erreicht werden. Beim Staffellauf muss das Staffelholz das Ziel nach 1.500 m in einer Zeit von mindestens 4 Minuten 10 Sekunden erreicht haben.

 

Bei allen Übungen wird zudem das Auftreten der Gruppe als Ganzes gewertet. Allein die Übungen erfolgreich bestanden zu haben ist damit nicht ausreichend. Es kommt dabei nicht auf ein militärisches Auftreten der Gruppe an, sondern auf ein diszipliniertes Auftreten. Auch in der Praxis kann nur durch ein diszipliniertes Verhalten des Einzelnen in der Gruppe das jeweilige Einsatzziel erreicht werden.

 

Am Mittag konnte der Abnahmeberechtigte Gerold Schneiderbanger (FF Ebing), die Wertungsrichter Rudi Lübke (KBI), Peter Hegemann (KBI), Peter Pfaff (KBI), Georg Pfrang (KBI) und Horst Burger (Ehren-KBM und Fachbereichsleiter Ausbildung und Prüfungen in der Kreisjugendfeuerwehr Haßberge), sowie der Bürgermeister von Königsberg Erich Stubenrauch allen Teilnehmer zu einer erfolgreichen Abnahme beglückwünschen. Dem konnten sich Johannes Krines, KBM und Kreisjugendwart im Lkr. Haßberge und sein Stellvertreter Ralf Schlinke, stellv. Kommandant der FF Königsberg, nur anschließen.

 

An der Abnahme nahmen teil:

aus Eltmann: Alicia Pfuhlmann, Daniel Kundmüller, Tobias Wüstenhöfer, Marco Hofmann, Johannes Hofmann, Kevin Kümmel, Felix Schuhmann, Lukas Bauer und Charlene Kaufmann;

aus Hofheim: Jessica Barth, Vanessa Köhler, Lisa Wunderlich, Vanessa Wilk, Maximilian Leicht, Jan Bohl, Korbinian Köberle, Vastimil Sarközy und Markus Klarmann;

aus Knetzgau: Nico Günther, Max Hagenbucher, Marco Heilmann, Luisa Mahr, Sascha Pataky, Eva Persch, Lukas Schneider, Jan Schroll und Daniel Weißkopf;

aus Hofstetten: Elias Schlinke, Marvin Hauck, Chris Hauck, Maximilian Pickel, Simon Döll, Philipp Keilholz. Jan-Sascha Reimann, Lea Schmitt und Julian Holzmann;

aus Neubrunn: Jessica Holzmann, Julian Holzmann, Johannes Pickel, Heiko Mantel, Lukas Kaufmann; Sand: Robin Frey, Annemarie Engelbrecht, Melissa Krämer, Patrick-Kevin Mahr, Moritz Miederhoff, Alina Rippstein, Fabian Rippstein, Sophie Rückert und Jan Philipp Müller.